Zu viel Arbeit

Zu viel Arbeit führt zur Überlastung und Zeitnot. Es scheint, als wären diese beiden Faktoren ständige Begleiter in unserer schnelllebigen Zeit. Deshalb leiden wir viel zu oft unter Stress. Dieser schadet unserer Gesundheit und dem allgemeinen Wohlbefinden. Gereiztheit und stressbedingte Erkrankungen sind die Folge.

Aber nicht nur Körper und Seele nehmen Schaden, auch die Gesellschaft hat die Folgen zu tragen. Ohne Zweifel steigen auch die Kosten für das Gesundheitswesen unter anderem durch die Behandlung von Burnout und psychischen Erkrankungen.

Folgen von zu viel Arbeit und Dauerstress

Stress bedeutet, dass der Mensch sich über die gesunden Grenzen hinaus anspannt. Durch Leistungsdruck, der sich aus zu viel Arbeit in zu wenig Zeit ausdrückt, fehlt die notwendige Möglichkeit der regelmäßigen Entspannung.

Die Erholungszeiten sind darüber hinaus noch durch private Aufgaben für Haushalt und Familie belegt. So ergibt sich ein nicht enden wollendes System, in dem Sie sich mitunter Fühlen wie gefangen im Hamsterrad. Stress kann die folgenden Auswirkungen haben:

  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit/ Essstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Aggressivität
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Stoffwechselstörungen
  • Motivationsverlust
  • Burnout
  • Depression

Gespräch mit dem Chef bei zu viel Arbeit

Eine Überlastung am Arbeitsplatz führt nicht nur dazu, dass Sie sich in der Gefahr befinden, Ihre Gesundheit zu schädigen. Überlastung führt auch dazu, dass Aufgaben nicht vollständig oder nicht zufriedenstellend gelöst werden.

Das Arbeitsklima leidet unter stressgeplagten Mitarbeitern. Erkrankungen einzelner Kollegen führen zu einer zusätzlichen Überlastung der übrigen Mitarbeiter.

Deshalb sollte bei einer dauerhaften Überlastung und zu viel Arbeit ein Gespräch mit dem Chef geführt werden. Ich weiß, dass dies nicht immer einfach ist. Zum einen möchte man sich ungern die Blöße geben und erklären, dass die Arbeit zu viel für einen ist.

Zum anderen reagieren die Vorgesetzten oft komisch. Trotzdem sollte man sich davon nicht beeindrucken lassen und an die eigene Gesundheit denken.

Sollten Sie in einer ähnlichen Situation sein, geben Sie sich einen Ruck und führen Sie ein Gespräch mit Ihrem Chef!

Wenn der Ausgleich fehlt

Um mit Stress umgehen zu können, brauchen Arbeitnehmer unbedingt einen Ausgleich zur Belastung am Arbeitslatz. Das können entspannende Momente zuhause sein. Auch ein Klosterurlaub oder ein Entspannungskurs eignen sich gut, um dem Stress zu entkommen.

Zu viel Arbeit zu haben bedeutet, nicht ausreichend Zeit für seine eigenen Bedürfnisse zu haben. Das macht auf Dauer unzufrieden und schlägt sich sowohl privat als auch beruflich auf die Stimmung nieder.

Sprechen Sie mit Ihrem Chef, wenn Sie zu viel Arbeit haben. Weisen Sie ihn auch darauf hin, dass Sie bereit sind, an einer Verbesserung der Situation mitzuarbeiten.

Burnout durch zu viel Arbeit

Wenn Sie bereits länger unter zu viel Arbeit leiden, stehen Sie unter Umständen schon am Beginn eines Burnouts. Sie merken das an verschiedenen Faktoren wie gereizter Stimmung und Niedergeschlagenheit. Meist gehen auch Motivationsdefizite, vor allem im privaten Bereich, mit einem Burnout einher.

Einschlafen und Durchschlafen fällt schwer und das Abschalten von der Arbeit ist fast nicht möglich. Sie sollten rechtzeitig einen Fachmann aufsuchen, um Schlimmeres zu verhindern. Burnout kann sogar zur langfristigen oder dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führen.

Depressionen durch zu viel Arbeit

Depression ist ein lateinisches Wort, das in seiner deutschen Übersetzung so viel „Unterdrückung“ bedeutet. Eine Depression kann eintreten, wenn ein Mensch sich seinem Leben nicht mehr gewachsen fühlt, weil zu viel Druck auf ihn einströmt.

Zu viel Arbeit kann, vor allem in Kombination mit privaten Belastungen, zu einer Depression führen. Die ersten Warnsignale sind Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Unlust. Aber auch aggressive und gereizte Ausbrüche, unerwartete Tränen und Angstzustände können erste Anzeichen sein.

Depressionen sind nicht zu unterschätzen und sollten behandelt werden. Um Depressionen vorzubeugen, bevor es zu spät ist, lohnt es sich, Entspannungstechniken zu erlernen und regelmäßig anzuwenden.

3 Tipps um bei zu viel Arbeit zu Entspannen

1. Atmen Sie sich frei
Führen Sie Atemübungen auch im Büro durch. Wenige Minuten reichen aus, um den Druck aus dem Kopf zu bekommen. Dafür setzen Sie sich aufrecht hin und atmen ruhig ein und aus. Atmen Sie dabei durch die Nase ein und ausgiebig durch den Mund wieder aus. Fühlen Sie, wie Sie beim Ausatmen sprichwörtlich „Dampf ablassen“.

2. Träumen Sie sich weg
Nehmen Sie sich einmal am Tag Zeit für eine Traumreise. Visualisieren Sie bei geschlossenen Augen, wie Sie sich auf einer grünen Wiese befinden. Stellen Sie sich eine Bank unter einem Apfelbaum in der Ferne vor. Jetzt gehen Sie in Gedanken zu dieser Band und setzen sich eine Weile. Atmen Sie dabei ruhig und gelassen. Betrachten Sie die Zweige, hören Sie die Vögel singen und stellen Sie sich vor, dass die Sonne Sie wärmt.

3. Greifen Sie zu den Sternen
Hin und wieder sollten Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen und sich recken und strecken. Stellen Sie sich aufrecht hin und greifen Sie mit den Händen nach oben. So weit sie können, sollten Sie Ihre Arme strecken. Dann spannen Sie Bauch und Po an und stellen sich auf Zehenspitzen. Bleiben Sie in diesen Position, so lange Sie können. Dann lassen Sie sich nach vorn über fallen und lassen Ihre Arme eine Weile baumeln. Wiederholen Sie diese Übung dreimal.