Augen entspannen

Augen Entspannen – Ein Thema was immer mehr Menschen betrifft. Brennende, trockene und schwere Augen. Ein Verschwimmen der Buchstaben, Kopfschmerzen und schmerzende Augen sind Symptome, die nicht zwingend einer Fehlsichtigkeit geschuldet sind. Schon ein aktives Augen entspannen kann helfen, die Symptome zu reduzieren. Denn oftmals handelt es sich um eine Überanstrengung der Augen. Verursacht durch sogenannten Bildschirmstress.

Betroffen sind vor allem Büroarbeiter, die den Großteil ihres Arbeitsalltags vor dem Computer verbringen. Ebenso aber auch alle anderen, die ihren Blick kontinuierlich über mehrere Stunden auf den Bildschirm oder eine andere Lichtquelle richten. Auch das Lesen eines Buches kann zur Überbeanspruchung der Augen führen.

Was mit den Augen geschieht, wenn sie überanstrengt werden

Das menschliche Auge ist nicht dafür gedacht, permanent auf eine Lichtquelle zu blicken. Generell ist unser Auge nur dafür ausgerüstet, reflektiertes Licht aufzunehmen. Wer jedoch regelmäßig vor dem Bildschirm sitzt, blickt direkt in den hinterleuchteten Bildschirm, also eine direkte Lichtquelle, hinein. Dies wiederum führt dazu, dass zu viel Rhodopsin gebildet wird.

Bei Rhodopsin handelt es sich um ein Sehpigment, das auch als Sehpurpur bezeichnet wird. Dieses Sehpigment wird mithilfe von Vitamin A innerhalb der Netzhautzellen gebildet und sorgt dafür, dass wir hell und dunkel unterscheiden können. Wird das Auge allerdings zu stark beansprucht, ist keine ausreichende Nachbildung von Rhodopsin möglich. Infolgedessen treten die unterschiedlichsten Symptome auf, die auch einer Fehlsichtigkeit ähneln können. Hier hilft nur: Augen entspannen!

Doch nicht nur der Blick auf den Bildschirm kann unsere Augen überlasten, auch ein regelmäßiges Starren – beispielsweise beim Lesen eines Buches. Während wir starren, bewegen wir unsere Augenlider in einer deutlich verringerten Anzahl. Normalerweise schlagen wir die Lider 20 Mal pro Minute runter. Beim Starren reduziert sich der Lidschlag auf bis zu fünfmal die Minute.

Dabei sind die Lidbewegungen für das Auge von großer Wichtigkeit. Während wir blinzeln, werden die Augen befeuchtet. Durch diese Befeuchtung können Staubpartikel nicht direkt auf der Hornhaut landen. Die Feuchtigkeit des Auges ist somit wie ein Schutzfilm vor Eindringlingen. Darüber hinaus sorgt die Tränenflüssigkeit für ein Abwehren von Bakterien.

Ferner bildet sich durch den regelmäßigen Lidschlag ein kleiner Fettfilm. Durch das Blinzeln erhalten Gehirn und Augen außerdem rhythmische und regelmäßige Sehpausen. Diverse Augenübungen helfen beim Augen entspannen.

Augen entspannen wichtig – Folgeschäden können drohen

Die Medizin und Wissenschaft kennt sogar einen Namen für überanstrengte Augen: Asthenopie. Prinzipiell handelt es sich hierbei jedoch um keine Erkrankung. Allerdings können bei langfristigem Fortbestehen ernsthafte Augenerkrankungen drohen. Wer regelmäßig Übungen zum Augen entspannen durchführt, kann möglichen Folgekrankheiten effektiv vorbeugen.

Eine Asthenopie beginnt im Allgemeinen mit einem deutlichen Schweregefühl der Augen, brennenden Augen, einer raschen Ermüdbarkeit und einem allgemeinen Unwohlsein. Sehstörungen, Kopfschmerzen, Verschwommensehen und teilweise auch Doppelbilder können sich einstellen. Sofern diese Symptome fortlaufend bestehen, kommt es im weiteren Verlauf zu Rötungen der Augen.

Unter Umständen kann sogar die Sehkraft nachlassen. Die Ermüdbarkeit der Augen kann sich relativ schnell zu einer extremen Abgeschlagenheit entwickeln, die sich auf den gesamten Organismus auswirkt. Im weiteren Verlauf kann sich sogar das Burnout-Syndrom oder eine Depression einstellen. Zu dieser Abwärtsspirale trägt vor allem das allgemeine Unwohlsein durch die schmerzenden Augen und die permanente Augenmüdigkeit bei. Mit regelmäßigen Übungen zum Augen entspannen kann all diesen Risiken entgegen gewirkt werden.

Übungen für die Augen – aktiv die Augen entspannen

Yoga-Augenübungen: Mithilfe diverser Yoga-Augenübungen können die Augen entspannen, die Sehkraft bleibt erhalten und kann unter Umständen sogar verbessert werden. Sofern Sie täglich am Bildschirm arbeiten oder besonders viel lesen, empfiehlt es sich, die Yoga-Augenübungen täglich durchzuführen.

1. Setzen Sie sich in eine ruhige Position aufrecht hin. Entspannen Sie Ihren Körper und Ihr Gesicht. Halten Sie Ihre Wirbelsäule gerade und schließen Sie jetzt Ihre Augen. Atmen Sie jetzt ganz bewusst. Öffnen Sie nun Ihre Augen und schauen Sie nach rechts, ohne Ihren Kopf dabei zu bewegen.

Nur Ihre Augen bewegen sich. Anschließend schauen Sie nach links. Wechseln Sie Ihren Blickwinkel vier- bis sechsmal pro Sehrichtung. Schließen Sie daraufhin Ihre Augen für kurze Zeit und entspannen Sie. Nachdem Sie Ihre Augen entspannt haben, öffnen Sie sie erneut. Jetzt richten Sie Ihren Blick erst nach oben und anschließend nach unten. Auch hier gilt, die Blickrichtung vier- bis sechsmal zu wechseln.

Nun werden die Augen wieder geschlossen und entspannt. Weiter geht es, indem sie erst nach rechts oben und anschließend nach links unten schauen. Auch hier wieder im vier- bis sechsmaligen Wechsel. Augen wieder schließen und entspannen. Anschließend Augen wieder öffnen und den Blick jetzt erst nach links oben, anschließend nach rechts unten richten. Diese Übung erneut vier- bis sechsmal im Wechsel durchführen, bis die Augen geschlossen und entspannt werden.

Neben der Yoga-Augenübung gibt es viele weitere Entspannungstechniken, die den Augen zugute kommen.

1. Gähnen: Gähnen ist eine sehr simple Übung. Wir alle können gähnen. Beim Gähnen werden die Augen befeuchtet und dadurch direkt gereinigt. Außerdem entspannt es den gesamten Körper und im Besonderen die Gesichtsmuskulatur. Abschließend wird durch das Gähnen die Sauerstoffzufuhr signifikant gefördert.

  • Sofern Sie nicht auf natürliche Weise gähnen müssen, können Sie künstlich gähnen.
  • Öffnen Sie Ihren Mund möglichst weit und kneifen Sie dabei Ihre Augen fest zusammen. Sie können sich währenddessen auch ausgiebig strecken.
  • Wiederholen Sie diese Übung solange bis Sie spüren, dass sich Ihre Augen mit ausreichend Flüssigkeit gefüllt haben.

2. Augen abdunkeln: Durch das Abdunkeln kommen sowohl die Augen wie auch der Geist und der Körper zur Ruhe. Durch die Dunkelheit wird das Gefühl der Entspannung noch einmal deutlich vertieft.

  • Setzen Sie sich in eine bequeme Position hin.
  • Reiben Sie Ihre Hände so lange, bis sie sich schön warm anfühlen. Sollten Ihre Augen jedoch Kälte bevorzugen, brauchen Sie Ihre Hände nicht vorwärmen.
  • Schließen Sie jetzt Ihre Augen.
  • Legen Sie Ihre Hände jetzt leicht gewölbt auf Ihre Augen und achten Sie darauf, dass sich Ihre Finger an der Stirn kreuzen.
  • Üben Sie mit Ihren Händen keinen Druck auf Ihr Gesicht aus. Ihre Ellenbogen können Sie bequem auf dem Tisch aufstützen.
  • Achten Sie auf Ihre Atmung. Durch eine tiefe und bewusste Atmung können Sie noch besser entspannen.
  • In dieser abgedunkelten Position sollten Sie solange verharren, bis sie absolute Dunkelheit wahrnehmen.
  • Ihre Ruhe sollte weder durch ein inneres Flimmern noch durch Farbenflackern oder sonstiges gestört werden.
  • Genießen Sie jetzt die absolute Ruhe und Entspannung.

3. Mit einer Augenmassage die Augen entspannen: Nicht nur eine typische Rückenmassage kann unglaublich entspannend wirken. Auch eine Augenmassage wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Hier profitieren im Besonderen die Augen und die Sehkraft.

  • Lehnen Sie sich entspannt zurück und schließen Sie Ihre Augen.
  • Kneifen Sie jetzt mit zwei Fingern die Haut an den Augenbrauen ganz leicht zusammen. Es darf nicht wehtun.
  • Streichen Sie diese zwei Finger jetzt zeitgleich von innen nach außen.
  • Alternativ können Sie mit beiden Mittelfingern gleichförmige Kreisbewegungen auf der Stirn durchführen, während Sie Ihre Augen geschlossen halten.
  • Die Übung sollte allgemein solange durchgeführt werden, bis sich Ihre Augen entspannen.

4. Mit Augenbrauentraining die Augen entspannen: Durch dieses Training werden Ihre Augen mit neuer Energie und mehr Kraft versorgt.

  • Schließen Sie Ihre Augen.
  • Ziehen Sie jetzt Ihre Augenbrauen deutlich nach oben.
  • Legen Sie Ihre Hände leicht auf die Augen und unterstützen Sie Ihre Augenbrauen mit den Fingerspitzen.
  • Ihre Daumen liegen währenddessen unterhalb des Jochbeins.
  • Hinter den geschlossenen Lidern sollten Sie Ihre Augen in Blickrichtung zu den Augenbrauen bewegen.
  • Rollen Sie Ihre Augen im Wechsel nach rechts und nach links.
  • Anschließend können Sie Ihre Augen langsam wieder öffnen.

Mit der richtigen Ernährung das Augen entspannen unterstützen

Wenn es um das Thema Augen entspannen geht, kann auch die Ernährung unterstützend eingesetzt werden. Hierzu muss man wissen, dass die Augen über das Blut mit notwendigen Nährstoffen versorgt werden. Am Beispiel vom zuvor genannten Sehpigment Rhodopsin lässt sich sehr schnell erkennen, wie wichtig beispielsweise Vitamin A für das Auge ist. Ohne ausreichend Vitamin A können die Netzhautzellen nicht genügend Rhodopsin bilden.

Wer unter müden Augen leidet, sollte daher besonders Vitamin A haltige Lebensmittel zu sich nehmen. Zu den empfehlenswerten Lebensmitteln zählen beispielsweise Grünkohl, Spinat oder Karotten. Für die Aufrechterhaltung der Sehkraft empfehlen sich dagegen Speisen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Darüber hinaus sind die Fettsäuren ein wichtiger Bestandteil aller lichtempfindlichen Netzhautzellen. Fischsorten wie Aal, Lachs oder Makrele sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren.

Fazit: Augen entspannen und von einem verbesserten Wohlbefinden profitieren

In der Gesellschaft nimmt das Thema Augen entspannen einen viel zu geringen Stellenwert ein. Die Augen sind ein wichtiges Organ unseres Körpers. Sie bieten uns nicht nur die Möglichkeit, zu sehen. Sind unsere Augen erschöpft fühlen auch wir uns angeschlagen, müde und matt. Mit verschiedenen Übungen kann für ausreichend Entspannung der Augen gesorgt werden.

Die Entspannungsübungen lassen sich problemlos in den Alltag integrieren. Wer viel vor dem Bildschirm arbeitet oder viel liest, sollte regelmäßige Pausen einlegen. In diesen Pausen können die Augen bewusst entspannt werden, sodass keine Überlastungs- und Ermüdungserscheinungen auftreten. Werden die Augen dagegen überbelastet, drohen verschiedene Komplikationen und Folgeerkrankungen.